Buchrezensionen - Medizinische Bücher 6
 

Nicht nur das Verfassen von Zeitschriftenartikeln oder Internetseiten beschäftigt mich, auch der Blick über den Tellerrand auf die anderen Kolleginnen und Kollegen ist für mich interessant.
Auf dieser Seite finden Sie von mir verfasste Buchbesprechungen, die in den entsprechenden Magazinen/Zeitschriften erschienen sind. Zusätzlich finden Sie nicht veröffentlichte Buchbesprechungen von Büchern, die mir bei der Erstellung von Artikeln oder Büchern geholfen haben.
Bei den Verlagen auf diesem Weg herzlichen Dank!

 

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Bahner - Werberecht

Beate Bahner
Das neue Werberecht für Ärzte
Auch Ärzte dürfen werben
Springer-Verlag
2001
247 Seiten
ISBN 3-540-41297-2
Preis: 39,95 €

  lm Mai 2000 hat der Deutsche Ärztetag das ärztliche Werbeverbot aufgehoben. Ärzte dürfen heute für ihre Leistungen sachlich werben und zu ihren Kollegen in Konkurrenz treten. Untersagt ist lediglich eine berufswidrige Werbung. Das Buch wendet sich an alle Ärzte, Anwälte, Richter und Werbeagenturen, die über den neuesten Stand des ärztlichen Werberechts informiert sein wollen. Es beschreibt die Möglichkeiten und Grenzen erlaubter Werbung mit besonderem Blick auf die aktuelle werbefreundliche Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts. Die mühsame Suche verdeutlicht den Mangel an Information und Aufklärung innerhalb der Patientenschaft und ist auch auf das Werbeverbot für Ärzte und ärztliche Leistungen zurückzuführen. Damit einher geht die Sorge vieler Ärzte, allein durch ihr Auftreten unerlaubt für sich zu werben: So wird schon bei namentlicher Nennung in der Öffentlichkeit oder in den Medien eine Abmahnung durch die Ärztekammer befürchtet. Die Unterdrückung ärztlicher Selbstdarstellung bedeutet für neu niedergelassene Ärztinnen und Ärzte einen erschwerten Beginn ihrer beruflichen Laufbahn.
Dieses Buch beschreibt hierfür den rechtlichen Rahmen und die konkreten Möglichkeiten erlaubter ärztlicher Werbung. Es würdigt insbesondere die aktuelle Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts. Auf 247 Seiten werden in 13 Kapitel die Werbemöglichkeiten für Ärzte "abgeklopft." Was ist erlaubte Werbung, was ist berufswidrige Werbung, rechtliche Grenzen ärtzlicher Werbung, Werbverstöße und ihre Rechtsfolgen sind nur einige Kapitel des Buches. Im Anhang sind über 3 Seiten Literaturhinweise zu finden sowie die Musterberufsordnung 2000. Sehr schön übersichtlich auch die hellgrau unterlegten kurzen Erläuterungen zu den einzelnen Kapiteln.
In diesem Buch findet der hilfesuchende Arzt wirklich alles zum Thema Werberecht. Sehr empfehlenswert!

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Ärzte-Lexikon

W. Eckart, C. Gradmann (Hrsg.)
Ärzte-Lexikon
Springer-Verlag
2001
2., vollständig überarbeitete Auflage
82 Abbildungen
380 Seiten
ISBN 3-540-67529-9
Preis: 29,95 €

  In fast 700 Artikeln werden wichtige Persönlichkeiten der Medizingeschichte vorgestellt, die die Heilkunde ihrer Zeit geprägt oder bereichert haben. Zweispaltig werden Ärzte und Personen aus den verwandten Bereichen von der Antike bis zur Gegenwart vorgestellt. Dabei wurden auch Ärztinnen und Ärzte, die sich in anderen Disziplinen einen Namen machten, mit aufgenommen. Der Schwerpunkt der Auswahl liegt im 19. und 20. Jahrhundert. Die Biographien sind knapp aber dennoch reich an Informationen gehalten und werden durch zahlreiche Abbildungen veranschaulicht. Allerdings wären ein paar zusätzliche Abbildungen wünschenswert.
Dieses Buch bietet Ärzten und Medizinstudenten einen Einblick auf Leben und Werk wichtiger Persönlichkeiten ihres Fachs und ermöglicht auch Historikern einen leichten Einstieg in die Originalliteratur. Dieses Buch ist nicht geeignet, es in einem Rutsch durchzulesen, sondern zum immer wieder gemütlich darin schmökern, vor dem schlafen oder als Abendlektüre. Es macht Spaß, sich die Geschichte der Medizin anzulesen.
 
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Abgabe und Übernahme einer Arztpraxis

Dr. Eckhard Klapp
Abgabe und Übernahme einr Arztpraxis
Unter Berücksichtigung des Nachbesetzungsverfahrens in gesperrten Gebieten
Springer-Verlag
2001
2., aktualisierte und erweiterte Auflage
162 Seiten
ISBN 3-540-41271-9
Preis: 39,95 €

  Bereits in der zweiten Auflage erscheint das vorliebende Buch. Die Abgabe einer Praxis ist für den Arzt, Zahnarzt oder Tierarzt ein wesentlicher Lebenseinschnitt, der sorgfältig bedacht und geplant sein will. Für den jungen Kollegen kann die Übernahme einer Praxis der Idealeinstieg in seine berufliche Zukunft sein. Doch die Praxisübernahme wird im Studium und im Krankenhaus nicht gelehrt. Viele Stolpersteine werden dem niederlassungswilligen Kollegen in den Weg geworfen, so manches Problem ist nicht vorhersehbar. Noch vor wenigen Jahren musste zur Übertragung einer medizinischen Praxis auf einen Nachfolger ein relativ simpler Kaufvertrag abgeschlossen werden, bei dem nur wenige Vorgaben zu beachten waren. Die zunehmende juristische Durchdringung und Bürokratisierung speziell der deutschen Wirklichkeit hat auch vor der Übertragung von medizinischen Praxen nicht Halt gemacht. Vor allem die Rechtsprechung hat über den zunächst einfachen Vorgang der Übertragung ein immer engeres Netz geworfen. Besonders einschneidend war die Entscheidung des Bundesgerichtshofes aus dem Jahre 1991 zur Übertragung der Patientenkartei. Chancen und Risiken der Praxisübergabe werden aus der Sicht des Abgebers und des Obernehmers ausführlich erörtert. Neben dem Ablauf des Nachbesetzungsverfahrens in gesperrten Gebieten werden auch die Rechtsprechung, zum Beispiel zur Übergabe der Patientenkartei, sowie betriebswirtschaftliche, finanzielle und praktische Probleme berücksichtigt. Die neueste steuerliche Gesetzgebung ist eingearbeitet. Der Autor kommentiert aus einer jahrzehntelangen Erfahrung als Rechtsanwalt und Rechtsberater eines großen ärztlichen Berufsverbandes eingehend den Übergabevertrag sowie die zugehörigen Nebenverträge. Das Buch richtet sich zum einen an den juristischen Laien, also den Arzt, Zahnarzt und Tierarzt, der seine Praxis veräußern bzw. der eine Praxis erwerben möchte. Entsprechend wurde großer Wert gelegt auf gute Lesbarkeit und Verständlichkeit. Juristische Probleme wurden dort vertieft, wo dies für das Verständnis unerlässlich oder zumindest hilfreich erschien. Allerdings kann das Buch die individuelle Beratung nicht ersetzen. Es ist für ein häusliches Einarbeiten in die Materie sehr gut geeignet und äußerst empfehlenswert.  
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Volkstümliche Namen der Drogen, ...

Johannes Arends
Volkstümliche Namen der Drogen, Heilkräuter, Arzneimittel und Chemikalien
Eine Sammlung der im Volksmund gebräuchlichen Benennungen und Handelsbezeichnungen
Springer-Verlag
17., erweiterte Auflage
2001
335 Seiten
ISBN 3-540-67824-7
Preis: 39,95 €

  Der "Arends" ist ein Standardwerk der im Volksmund gebräuchlichen Bezeichnungen von Drogen, Heilkräutern, Arzneimitteln und Chemikalien. In der nunmehr 17. Auflage war es notwendig, das Werk mit den aktuellen Standardwerken der Pharmazie abzugleichen. Im Zuge dieser Überarbeitung wurde der Datenbestand des "Arends" mit der umfangreichen Sammlung von Synonymen in "HAGERS HANDBUCH DER PHARMAZEUTISCHEN PRAXIS, 5. Auflage," abgestimmt und ergänzt.
Mit diesem Werk wird dem Apotheker ein für die tägliche Praxis unentbehrliches Nachschlagewerk in die Hand gegeben. Aber nicht nur dem Apotheker. Jedem, der sich ein wenig für Heilkräuter etc. interessiert, sei dieses Buch ans Herz gelegt. Jeder hat sicherlich schon einmal in die Situation geraten, dass ein Patient oder sonst eine Person den volkstümlichen Namen einer Pflanze nennt, und man steht mit diesem Namen im Regen. - Was ist damit gemeint? Diese Situation kann mit diesem Buch nicht mehr vorkommen. Allerdings ist das Buch auch nur ein Nachschlagewerk, das den volkstümlichen Namen dem lateinischen/griechischen etc. gegenüberstellt. Nicht mehr und nicht weniger. Für weitergehende Informationen ist das Buch nicht geeignet. Minimale erklärende Worte zu den jeweiligen Pflanzen wären zu begrüßen. Aber dies möchte das Buch auch nicht, denke ich. Es soll einzig ein Lexikon, ein Vokabelheft sein. Und das macht es gut.
 
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Rettungsdienstrecht

Rettungsdienstrecht in der Praxis
Bernd Spengler, Dr. Nicolas Eichelbrönner
1. Auflage 2001, 254 Seiten, viele Abbíldungen
Ebner Verlag Ulm
ISBN 3-87188-033-7
Preis:
25,00 €

 

Auf so ein Buch haben sicherlich viele im Rettungsdienst Tätigen gewartet! Übersichtlich und kompetent wird das schwierige Kapitel "Rettungsdienstrecht in der Praxis" dem Leser nahe gebracht. Das im Rettungsdienst eingesetzte Personal - allen voran der Rettungsassistent - trägt nicht nur die Verantwortung für Leib und Leben von (Notfall-)Patienten, sondern auch für die ihm zur Verfügung gestellten Einsatzfahrzeuge und medizinischen Geräte.
Dabei kommt der Rettungsassistent in der täglichen Einsatzpraxis mit unzähligen Gesetzen und Regelwerken in Berührung, deren Anwendung für den juristischen Laien erfahrungsgemäß enorme Schwierigkeiten mit sich bringt. Andererseits gilt es aber gerade im Zuge der ständigen Professionalisierungsbestrebungen im Rettungswesen - mehr denn je - solche Vorschriften zu beachten, um den zum Teil erheblichen Konsequenzen eines Fehlverhaltens aus dem Wege zu gehen.
Der Rettungsdienst stellt sich für fast alle Juristen als eine ziemlich unbekannte (Rechts-) Materie dar. Der »normale, Jurist kommt mit dem Rettungsdienst weder während seiner Ausbildung noch in der täglichen Praxis auch nur annäherungsweise in Berührung. Wohl auch aus diesem Grunde ergehen im Justizalltag bisweilen Entscheidungen, die von den Betroffenen - oftmals zurecht - nur mit Verwunderung zur Kenntnis genommen werden.
Im Gegensatz zu der artverwandten Disziplin »Medizinrecht«, in der längst spezialisierte Rechtsanwälte, universitäre Lehrveranstaltungen und eine Vielzahl von Publikationen Antworten auf juristische Fragestellungen bieten, ist das Rettungsfachpersonal mit rechtlichen Problemen häufig alleine gelassen. Allein das Inhaltsverzeichnis ist vier Seiten lang. Eine klare Gliederung, ein umfangreiches Stichwortregister sowie Auszüge aus den wichtigsten Gesetzestexten erleichtern die Orientierung. Bilder und Zeichnungen verdeutlichen den Inhalt.
Das vorliegende Praktikerhandbuch soll deshalb dazu dienen, dem Personal im Rettungsdienst die Berührungspunkte mit den für die Einsatzpraxis relevanten Vorschriften und Gesetzen aufzuzeigen, um die damit häufig auftretenden Schwierigkeiten und Konfliktfelder zu bewältigen. Es ist eine Pflichtlektüre für jeden Notarzt und Rettungsassistenten. Zumindest in jeder Leitstelle sollte ein Buch zum Nachschlagen bereit liegen.

   
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