 |

Anästhesie,
Intensivmedizin, Notfallmedizin
Prof. Hans Walter Striebel
Schattauer Verlag
2003
5. aktualisierte und erweiterte Auflage
524 Seiten
221 Abbildungen
61 Tabellen
ISBN 3-7945-2248-6
34,95 EUR
|
|
„Der
Striebel“ ist seit seinem ersten Erscheinen einer immer größer
werdenden Leserschaft ein Begriff. Aus dem breiten vorhandenen Angebot hebt
sich das Buch vor allem dadurch ab, dass es die komplexen Inhalte dieses
Fachgebietes in klarer, verständlicher Sprache und in unmittelbarem
Bezug zur klinischen Praxis zugänglich macht. Inhaltlich wurde das
Lehrbuch komplett aktualisiert und erweitert. Erstmals erscheint das Kapitel
Notfallmedizin, in dem prägnant und konzentriert die wichtigsten klinischen
Notfallsituationen und ihre Therapieleitlinien geschildert werden. Zahlreiche
neue Abbildungen (vom Autor selbst erstellt, leider nur schwarzweiß)
und Fotografien (auch nur schwarzweiß) unterstützen den Text.
Das Layout kann als gelungen bezeichnet werden – es wirkt nicht überladen;
das Schriftbild ist angenehm zu lesen. Am Schluss des Buches sind Tabellen
mit den Normalwerten, ein Medikamentenverzeichnis mit Gegenüberstellung
Freiname/Handelsname, ein Abkürzungsverzeichnis etc. zu finden. 28
Seiten Sachverzeichnis lassen (fast) jedes Stichwort finden. Fazit: Das
Buch ist eher für den in der Klinik tätigen Anästhesisten
geeignet; Rettungsdienstpersonal und Notärzte, die keine Anästhesisten
sind, finden hierin Interessantes am Rande ihrer Arbeit. |

|

|
 |

Kardiopulmonale Reanimation
Jürgen Köhler
Reihe Pflege kompakt
Kohlhammer Verlag
1. Auflage 2001
ISBN 3-17-016536-4
100 Seiten
10,20 EUR
|
|
Bücher
über die CPR gibt es viele, aber keines, welches sich explizit an die
Pflegekräfte richtet – zumindest ist dem Rezensenten keines bekannt.
Mit seinem griffigen 12 x 16,8 cm –Format ist es ideal zum Mitnehmen
in der Kitteltasche. Es vermittelt die notwenige Handlungskompetenz und
zeigt konkret und verständlich die betreffenden Hintergründe,
Zusammenhänge und Maßnahmen auf. Der Schwerpunkt liegt auf den
unterschiedlichen erweiterten lebensrettenden Maßnahmen, der Pharmakologie
und den entsprechenden EKG-Interpretationen. Die meisten Herzrhythmusstörungen
sind mit einem Beispiel-EKG abgebildet. Ein kurzer Kommentar ergänzt
den jeweiligen Befund. Medikamente werden kurz charakterisiert. Ein grober
Überblick über die besonderen Maßnahmen der Säuglingsreanimation
runden die kompakte Darstellung ab. Obwohl das Vorwort im Herbst 2000 geschrieben
wurde, ist die CPR noch nach der Ein- und Zwei-Helfer-Methode aufgeteilt.
Antiquierte und fraglich wirksame Techniken wie die „Cardio-Pump"
und der präkordiale Faustschlag sind umfangreich beschrieben. Hier
wäre weniger deutlich mehr gewesen. Ein kleiner Fragenkatalog zur Überprüfung
des Wissens am Ende des Buches komplettiert das insgesamt gute Bild. Dieses
Buch ist als kleine Gedankenstütze zum immer-wieder-mal-blättern
gut geeignet, zur Erlernung der Reanimation ist es zu knapp. |
|
|
 |

EDV
in der Pflegedokumentation
Ein Leitfaden für Praktiker
Elske
Ammenwerth, Ronald Eichstädter, Ulrich Schrader
Schlütersche Verlag
ISBN 3-87706-737-9
1. Auflage 2003
204 Seiten
|
|
Ohne
EDV geht es nicht: Eine umfassende, patientenorientierte Pflegedokumentation
ist nur durch EDV-Einsatz denkbar. Doch: Welche Pflegedokumentation
ist die richtige? Welche Vorbereitungen müssen getroffen, welche
Schulungen angeboten, welche Unterstützung bei der Einführung
gegeben werden? Auf viele Fragen gibt dieses Buch Antworten.
Es beschreibt detailliert die Voraussetzungen, benennt die konkreten
Einzelschritte bei Auswahl und Einführung EDV-gestützter Pflegedokumentationssysteme
und versteht sich als Leitfaden mit konkreten Tipps und Hinweisen.
Hinzu kommen Berichte von Pflegenden aus unterschiedlichen Kliniken,
die von ihren Erfahrungen mit EDV-gestützter Pflegedokumentation
(KIS, PIK, MEDOCS, PHOENIX und NANCY) erzählen. Am Schluss steht
ein detaillierter Anforderungskatalog, der bei der Auswahl und Implementierung
geeigneter Pflegedokumentationen unterstützen will sowie die Adressen
von Firmen, die EDV-gestützte Pflegedokumentationssysteme anbieten.
Warum ist ein Buch wie dieses in der Pflege notwendig? Die Anforderungen
an eine lückenlose Pflegedokumentation gewinnen zur Zeit mehr und
mehr an Bedeutung. Folgende Faktoren tragen dazu bei:
-
Haftungsrechtliche Ansprüche von Kostenträgern und Patienten
nehmen zu
-
Pflegeforschung
benötigt evaluierbares Datenmaterial
-
Das
unmittelbar vor der Einführung stehende neue Krankenhausentgeltsystem
erfordert eine lückenlose Leistungserfassung
Selbst hoch engagierte Krankenschwestern und Krankenpfleger
betrachten den Dokumentationsaufwand bisweilen als notwendiges Übel,
welches die zeitlich knappen Ressourcen für die Patientenversorgung
weiter einschränkt. Pflegekräfte beklagen, dass bis zu vierzig
Prozent ihrer Arbeitszeit für administrative Tätigkeiten verwendet
wird. Bereits seit Mitte der siebziger Jahre werden unterschiedliche
papiergebundene Dokumentationssysteme in der Pflege eingesetzt, mit
dem Ziel, die Pflegedokumentation zu systematisieren und damit zu vereinfachen.
Mit einer kaum noch überschaubaren Formularflut wird versucht,
den steigenden Dokumentationserfordernissen Rechnung zu tragen.
Das Buch richtet sich an fortgeschrittene „EDVler“, die
sich konkret mit der Einrichtung einer Anlage beschäftigen (müssen).
Von der Ausschreibung über die Auswahl entsprechender Systeme bis
zu praktischen Erfahrungen mit EDV-gestützten Pflegedokumentationen
wird alles beschrieben. Am Ende eines jeden Kapitels sind weitreichende
Literaturhinweise zur Vertiefung des entsprechenden Kapitels aufgeführt.
Allerdings ist es verwunderlich, dass die Abbildungen grobgerastert
sind und wie aus den Anfängen der Buchdruckerkunst erscheinen.
Summasummarum ist es ein Buch für den fortgeschrittenen Praktiker.
„Blutige“ Anfänger werden an diesem Buch wenig Freude
haben.
|
|
|
 |

Schönheit
und Mikrobiologie
Gero Beckmann
Verlag Schlütersche
160 Seiten
ISBN 3-89993-751-1
49,90 EUR
|
|
Wer
das erste Mal ein bakteriologisch-mykologisches Labor betritt, in dem noch
klassische kulturelle Diagnostik betrieben wird, der rümpft die Nase
ob der teilweise wenig appetitlichen Gerüche. Was Bakteriologen und
Mykologen so alles in ihren Petrischälchen und Röhrchen anzüchten,
sieht zunächst wenig anregend und interessant aus. Das ist aber nur
der erste Blick.
Bei näherem Hinsehen lassen sich aus der Ansammlung der Mikroorganismen
kleine Gegenstände, Naturschauspiele oder andere Assoziationen erwecken.
Hier wird ein Bilderbuch von Mikroorganismen-Kulturen vorgestellt, das einen
ungewöhnlichen Einblick in eine Welt gestattet, die die schnelllebige
Routine meist übersieht. Der Autor hat sich die Mühe gemacht,
die entstehenden Kulturen mit Dingen aus dem „täglichen Leben“
zu assoziieren. Das ist ihm auch weitgehend gelungen. Verblüffend erschafft
sich der menschliche Geist ein Bild, das es eigentlich gar nicht gibt. Je
länger man die Bakterien-Figuren betrachtet umso realer und lebendiger
werden die Bakterien-Kulturen. Bildunterschriften wie „Frühlingspizza“,
„erstarrte Magma-Massen“ oder „Zweige nach Eisregen“
lassen erahnen, was den Leser erwartet. Wenn man die Bildunterschriften
zuhält und nur die Bilder betrachtet kann man eigene Assoziationen
zu den Abbildungen herstellen. Diese fallen oftmals völlig konträr
zu den gedruckten aus. So beschäftigt man sich teilweise sehr lange
mit den Bildern.
Diese nehmen ungefähr mehr als die Hälfte einer DIN A4—Seite
ein. Das ist ein wenig zuviel des Guten, kleiner Bilder wären etwas
ästhetischer. Manchmal „erschlägt“ die Bildgröße
den Betrachter.
Zu Beginn des Buches philosophiert der Autor über die Mikrobiologie
und zitiert unter anderen Schopenhauer, Aristoteles und Mandelbrot. Er erklärt
Pseudomonas aeruginosa zu seinem Lieblingsbakterium (soll „nach Lindenblüten“ riechen) und geht kurz auf dieses Bakterium ein.
Das Werk richtet sich an interessierte Mikrobiologen, Biologen und Mediziner
aller Professionen. Es ist kein Lehrbuch (und soll auch kein solches sein),
sondern ein Bildband, den man immer wieder betrachten kann. Es ist ein außergewöhnliches
Buch, das seine Freunde sicherlich finden wird. Für den geradlinigen
Interessierten ohne Fantasie ist es nicht zu empfehlen. |
|
|
 |

Verbandmittel, Krankenpflegeartikel, Medizinprodukte
Friedlinde Wilson, Baldur Kohm
Deutscher Apotheker Verlag Stuttgart
2003
8. neu bearbeitete Auflage
225 Abbildungen (s/w)
52 Tabellen
272 Seiten
ISBN 3-7692-3162-7
24,00 EUR
|
|
Schlecht heilende Wunden, verstauchte Knöchel, Wundliegen, Inkontinenz: Tagtäglich muss entschieden werden, welcher Verband gerade für DIESE Wunde der Richtige ist. Seit der letzten Auflage hat sich vor allem der Verbandmittelmarkt stark verändert. Das Prinzip der feuchten Wundbehandlung hat sich etabliert, die Produkte dafür wurden verbessert und weiterentwickelt. Die Langzeitversorgung einer Wunde mit verklebenden Materialien gilt als obsolet. Durch Veränderungen in der Firmenlandschaft erscheinen viele Namen der 7. Auflage jetzt unter neuen Herstellern. Oftmals hat sich auch das Produkt in seinem Aufbau und seinen Eigenschaften verändert, obwohl der Name der gleiche geblieben ist.
Das bewährte und handliche Buch schafft Übersicht und liefert fundierte Information durch erläuternde Texte. Zahlreiche Beispiele für Handelspräparate erleichtern die zeitraubende Suche nach Produkten und Lieferanten erheblich. Die vorliegende Auflage berücksichtigt die neuen Erkenntnisse bei der Versorgung von Wunden. Zahlreiche Abbildungen, leider in schwarz-weiß, erleichtern die Verband-Auswahl. Das Buch ist geteilt; der erste Teil behandelt in 9 Kapiteln die Verbandmittel. Neben der üblichen Materialkunde werden unter anderem die Wundversorgung (40 Seiten!), Fixiermittel für Wundauflagen, chirurgisches Nahtmaterial und Verbandkästen für Kraftfahrzeuge und Krafträder ausführlich vorgestellt. In den einzelnen Kapiteln sind Tipps und Hinweise zur Anlage eines Verbandes verstreut. Beispielsweise wird der Fingerspitzenverband ausführlich dargestellt – wer kennt nicht die abstehenden „Eselsohren“ oder das blutleere Fingerendglied wegen eines zu straff angelegten zirkulären Verbandes. Im zweiten Teil werden Medizinprodukte vorgestellt. Hilfsmittel für Instillationen, Einläufe und Spülungen von Körperhöhlen, Nase und Augen, Inhalationsgeräte, Mittel für die Säuglingspflege und Mittel für die Erste Hilfe sind nur einige der behandelten Themen. Hier sind nun (fast) alle Produkte mit einer Abbildung bedacht. Ein Firmenverzeichnis am Ende des Buches rundet das Werk ab.
Insgesamt ist es ein sehr interessantes Nachschlagewerk, in dem man auch „nur so“ blättern kann. Manche Hilfsmittel sind nicht geläufig und werden in Erinnerung gerufen. Leider sind die Preise nicht aufgeführt – aber die ändern sich sowieso von Tag zu Tag. Apotheker, PTAs, AiPs, Assistenzärzte, aber auch die niedergelassenen Ärzte können mithilfe dieses Buches das optimale Hilfsmittel oder den passenden Verband wählen. Es ist ein rundum gelungenes Buch, mit Farbabbildungen wäre es zeitgemäßer. |
|
 |
 |
| |
|
|
|
Hier
gehts zur zehnten Seite, die wird aber erst noch erstellt |
| |
|
|
|
|
|